Elisabeth Müller-Quade
Goldschmiedemeisterin 


Häkelschmuck

Sterlingsilberdraht, den ich mir selbst zugerichtet habe, die Stärke beträgt 0,3 mm. Ungebeizt, so hat er noch seine schöne gräuliche Glühfarbe.

Die Schmuckstücke werden alle gehäkelt, danach gewalzt oder geschmiedet.

Zu sehen sind zwei Broschen mit einem Durchmesser von ca. 80mm, einen Halsschmuck mit Koralle (legale italienische Koralle) und Seidenband. In der zweiten Reihe ein opulenter Halsschmuck mit handgefertigter Kette und zum Schluss das sogenannte "Herz" mit rotem Seidenband, auch als Halsschmuck gedacht.

Der Schmuck ist opulent, aber sehr leicht, allerdings auch druckempfindlich.



Ketten

Handgemachte Ketten haben einen besonderen Reiz. Meine Ketten basieren auf Ankerketten mit besonderen Drahtprofilen. So entsteht eine Spannung, die selbst eine Ankerkette besonders werden lässt. 

Für die Fertigung einer Kette muss man eine Hälfte der Ösen links und die andere Hälfte rechts wickeln. Dann sägt man die Wicklungen auf, biegt und lötet alle Ösen zu. Jetzt werden die Ösen gerichtet, damit sie eine regelmäßige Form haben. Danach sägt man die eine Hälfte der Ösen wieder auf, z.B. die linksgewickelten und hängt sie in die geschlossenen, so dass immer abwechselnd eine links.- und eine rechtsgewickelte Öse aneinander hängen. Dadurch vermeidet man ein "Insichdrehen". Wieder zulöten und die Lötstellen versäubern. Jede Kettenart hat jetzt noch Feinheiten, wie "über ein Holz reiben" damit die Kette geschmeidig fällt oder andere Techniken. Das Herstellen von Ketten ist sehr zeitintensiv.

Die abgebildeten Ketten sind aus Sterlingsilber, oben oxydiert und mit handmontierten Blüten, unten wieder Sterlingsilber, fünf Kettenglieder aus 750er Gelbgold hängen in "zweiter Reihe" im unteren Teil der Kette. Die dritte Kette ist wieder aus oxydiertem Sterlingsilber mit Aquamarinen.